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Euer erstes Semester...

Bevor eure Lehrveranstaltungen starten, begrüßt euch die Fachschaft zunächst bei der Einführungsveranstaltung. Im Anschluss daran findet eine Stadt-Rallye statt, bei der ihr eure Kommiliton*innen kennenlernen könnt. Zudem gibt es vor dem Semesterstart immer einen nicht-obligatorischen Vorkurs, in dem die Basics der Fächer Chemie und Physik erklärt werden. Dieser ist kein Muss, aber durchaus hilfreich, um die Grundkenntnisse aus der Schulzeit noch einmal aufzufrischen.

Zu Beginn entführt euch Physik in die Welt der Zahlen und Formeln. Für den theoretischen Teil gibt es die Vorlesungen, welche zum Bedauern der meisten Studierenden früh morgens stattfinden. Es lohnt sich jedoch mindestens einmal die Vorlesung zu besuchen und zu überlegen, ob diese hilfreich zum Lernen sind. Für das praktische Wissen sind die sog. Demoversuche da, welche anwesenheitspflichtig sind! Diese müssen absolviert und bestanden werden, um die Klausur des Moduls schreiben zu dürfen. Nur wenn ihr die Klausur besteht, zählt das Modul als bestanden. Dennoch solltet ihr die Formeln, die ihr lernt, nicht vergessen, da ihr sie im 3. Semester (Physiologie) erneut brauchen werdet.

Als nächstes erwartet euch Zoologie. Hierbei ist nur die Übung klausurrelevant. In dieser präpariert ihr diverse Organismen und Tiere. Vor jeder Übung gibt es jedoch ein Antestat in dem ihr über die Themen des anstehenden Tages ausgefragt werdet. Bereitet euch hierauf gut vor, denn wenn ihr hier durchfallt, dürft ihr nicht an der Übung teilnehmen und könnt den Kurs nicht abschließen. Das erfolgreiche Abschließen ist jedoch Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur. Die Vorlesung und das Tutorium sind für Neurowissenschaftler*innen freiwillig und nicht klausurrelevant; sie können aber wichtiges Wissen in Vorbereitung auf die Antestate bieten. Vor allem die Tutorien sind SEHR hilfreich und es lohnt sich diese zumindest ab und an zu besuchen. Meistens veranstaltet Maik (Dozent des Tutoriums) vor der Klausur auch einen "Lern-Marathon", bei dem man bis spät in die Nacht im Hörsaal sitzt und alle Themen für die Klausur nochmal durchspricht.

Wissenschaftliches Arbeiten ist ein weiterer Kurs im ersten Semester. Auch wenn es hier keine Benotung gibt, ist der Inhalt dieses Kurses essentiell für eine Karriere in der Wissenschaft (sagt der Name ja auch schon aus). Im Journal-Club lernt ihr Wichtiges über wissenschaftliche Artikel, sog. "Paper", mit denen ihr besonders in höheren Semestern arbeiten werdet! In der Übung erfahrt ihr, wie man Literatur recherchiert (ebenfalls eine sehr wichtige Kompetenz). Daher gilt es, die Bedeutung dieses Moduls nicht zu unterschätzen! Vielleicht lest ihr im Zusammenhang mit diesem Modul auch das Wort "Ringvorlesung", diese findet aber erst im 2. Semester statt und könnt diese erstmal ignorieren.

Als nächstes werdet ihr auch mit Neuroanatomie I (des Menschen) konfrontiert. Euer Neuroanatomie Kurs ist Teil des Präparierkurses für Medizin-Studierende. Das heißt neben den Vorlesungen habt ihr praktische Tage an denen ihr Leichen präpariert. Alles in allem scheint dieser Kurs zu Beginn scheint erstmal sehr kompliziert, vor Allem, weil die Medizin-Studierenden schon mehr Vorwissen in dem Kurs mitbringen. Davon solltet ihr euch aber nicht unterkriegen lassen! Als Prüfung gibt es dann ein Testat.

Schließlich gibt es auch Neuroanatomie II (der Rodentia, fachhochdeutsch für "Nagetiere"). Die Vorlesung sowie die Mikroskopierünung finden im zweiten Semester statt. Im ersten Semester habt ihr "nur" die Laborübung. In dieser werdet ihr Gewebe präparieren, histologische Schnitte anfertigen und färben. Dieser Kurs ist äußerst praxisnah und spaßig, aber durch die fehlende theoretische Grundlage versteht man meist nur wenig von dem, was man eigentlich so tut...